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Zeitraum 7

Zeit der Perücken und Revolutionen

Hat dich jemals jemand gefragt, ob du schnell reich werden willst? Das wollten die Niederländer des 18. Jahrhunderts. Sie wollten Sklaven handeln.

Nach dem goldenen Zeitalter kam die Epoche der Perücken und Revolutionen. Dies war das achtzehnte Jahrhundert. Am Ende des 17. Jahrhunderts waren wir von den Franzosen erobert worden. Der französische König Ludwig XIV. herrschte von seinem prächtigen Palast in Versailles aus über ein großes Gebiet. Auch die Niederlande gehörten zu diesem Bereich. Im 18. Jahrhundert glaubte man noch, dass der König von Gott seine Macht erhalten hatte. Dies machte den König zu einem Vorbild für viele Männer in dieser Zeit. Sie trugen die gleichen Kleider wie Ludwig XIV. Sie trugen auch Perücken, genau wie der König. Ludwig XIV. trug wahrscheinlich seine Perücke, weil er kahl war. Er pulverisierte auch sein Gesicht weiß. Das war damals Mode. Reiche Leute durften nicht braun werden.

Nach Ludwig XIV. wurde Ludwig XV. König von Frankreich. Ludwig XV. war der Urenkel Ludwigs XIV. Er war der schlimmste König, den Frankreich je hatte. Im Jahr 1715 wurde er zum König gekrönt. Er war damals erst 5 Jahre alt. Da er nicht mit Geld umgehen konnte, wollte er ständig verwöhnt werden und sich mit Luxus umgeben.

Ludwig XV. erhielt viel Kritik von berühmten und einflussreichen Philosophen. Rousseau war einer der Philosophen, die mit der Art und Weise, wie er das Land regierte, nicht einverstanden waren. Er war ein bedeutender Philosoph in der Geschichte. Er sagte, Ludwig XV. sei von Gott überhaupt nicht seine Macht gegeben worden. Er wurde vom Volk an seine Macht gegeben und musste sich gut um das Volk kümmern. Voltaire war ein Kollege von Rousseau. Er sagte, dass jemand, der seine Arbeit nicht gut gemacht hat, gefeuert werden könnte. Der König machte seine Arbeit nicht gut und durfte deshalb gefeuert werden.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde der König von Frankreich tatsächlich entlassen. Ludwig XV. wurde von Ludwig XVI. abgelöst. Er hatte mit einer enormen Staatsverschuldung und einigen gescheiterten Ernten zu kämpfen und wusste nicht, wie er die Situation in seinem Königreich korrigieren sollte. Das Volk rebellierte. Der König wurde vom Thron genommen und hingerichtet. Dies geschah durch eine neue Erfindung. Dank der Guillotine konnten sie die Menschen sehr schnell enthaupten.

Die Niederlande waren ein bisschen ein 18. Jahrhundert für den größten Teil des 18. Jahrhunderts. Sie hatten im 17. Jahrhundert viel Geld mit dem Handel mit Gewürzen verdient. Aber sie hatten auch alles verloren wegen der Kriege mit England und Frankreich. Nachdem sie angst hatten, kamen sie auf eine neue Art, Geld zu verdienen. Diesmal brachten sie Männer und Frauen aus Westafrika und transportierten sie mit dem Boot in die niederländischen Kolonien in Südamerika. Die Afrikaner mussten hier als Sklaven auf den Zucker- und Baumwollplantagen arbeiten. Die Lebensbedingungen der Sklaven waren sehr schlecht. Sie wurden wie Schmutz behandelt. Deshalb protestierten immer mehr Menschen gegen den Sklavenhandel. Der Sklavenhandel ist eine schwarze Seite in der niederländischen Geschichte.

Aber die Niederlande wurden dank des Sklavenhandels wieder reich. Wie im Goldenen Zeitalter bauten sie riesige Häuser und erweiterten ihre Städte. Viele wohlhabende Händler und Adlige hatten zwei Häuser. Sie hatten eine in der Stadt und eine auf dem Land. Die Häuser auf dem Land waren oft riesig. Auch sie hatten riesige Gärten. Diese Häuser werden Landhäuser genannt. Es gab ganze Viertel voller Häuser wie diese.