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Zeitraum 1

Zeit der Jäger und Bauern

Wie haben die Niederlande in der Vergangenheit ausgesehen und was haben die Menschen vor Tausenden von Jahren getan? Die Geschichte der Niederlande ist um ein Vielfaches älter als die Niederlande selbst.

Dieser Zeitraum umfasst die Geschichte der Niederlande in der Zeit der Jäger und Landwirte bis zum Jahr 3000 v. Chr. Die Zeit der Jäger und Bauern wird auch prähistorische Zeiten genannt. Vorgeschichte bedeutet Geschichte. Aus dieser Zeit haben wir keine schriftlichen Quellen. Alles, was wir über prähistorische Zeiten wissen, wissen wir dank archäologischer Funde. Dies sind in der Regel Objekte, die von den Menschen dieser Zeit gemacht wurden. Wir nennen diese Artefakte. Aber manchmal finden Archäologen auch Überreste von Tieren oder Menschen aus prähistorischer Zeit. Ein Beispiel dafür ist Ötzi der Eismann. Durch das Studium dieser Funde können sie die Zeit bestimmen, aus der sie stammen, und wertvolle Informationen über die Geschichte erhalten.

Die Vorgeschichte ist in drei verschiedene Perioden unterteilt. Das sind: die Steinzeit, die Bronzezeit und die Eisenzeit. Die erste Periode der prähistorischen Zeit, die Steinzeit, ist ebenfalls in drei verschiedene Epochen unterteilt. Diese sind: die alte Steinzeit (Altsteinzeit), die Mittelsteinzeit (Mesolithikum) und eine neue Steinzeit (Neolithikum).

Die alte Steinzeit beginnt mit dem Moment, in dem die Menschen die Erde durchstreiften. Diese Leute waren Jäger oder Sammler. Sie hatten keinen festen Wohnsitz und nahmen ihre Nahrung aus der wilden Natur. Sie jagten Tiere oder sammelten Beeren oder andere essbare Pflanzen. Menschen, die so leben, nennen wir Nomaden. Sie führten eine nomadische Existenz.

Um 10.000 v. Chr. machten die Nomaden im Nahen Osten eine große Entdeckung. Sie entdeckten einen Weg, Gemüse und Getreide anzubauen. Von diesem Moment an war es nicht mehr notwendig, sich zu bewegen und man konnte mit dem Bau von Häusern beginnen. Zu Hause hielten sie oft einige Kühe, Ziegen oder Schafe für das Fleisch oder die Milch. Dieser Wandel war sehr tiefgreifend und war der Beginn der agrarwirtschaftlichen Revolution. Diese Revolution wird auch die neolithische Revolution genannt. Dank der agrarischen Revolution verwandelte sich die nomadische Gesellschaft in eine Landgesellschaft. Die Jäger und Sammler wurden Bauern.

Um 3000 v. Chr. lebten fast alle Menschen in Europa in landwirtschaftlichen Gesellschaften. Früher waren es kleine Dörfer. In den Dörfern entwickelten die Menschen ihre eigene Kultur, von der wir zum Beispiel in Drenthe noch Reste finden können. Hier sind hunebedden, die in 3500 v. Chr. als Grab für wichtige Menschen gemacht wurden.

In den Dörfern lebten hauptsächlich Bauern. Diese Bauern lebten von der Nahrung, die sie oder ihre Nachbarn auf ihrem eigenen Land anbauten. Am Anfang konnten die Bauern gerade genug Lebensmittel für ihre eigenen Familien produzieren. Aber im Laufe der Zeit konnten sie ihre Waren an andere Leute verkaufen. Jetzt könnten die Menschen auch andere Berufe ausüben, wie Architekt oder Handwerker, und einige Dörfer wuchsen zu Städten heran.